Forschungsprojekt „Herrenhöfe bei Prunkgräbern der Römischen Kaiserzeit in Hitzacker-Marwedel"


Der Siedlungsplatz in Marwedel erlangte Bekanntheit durch die beiden „Fürstengräber“ des 2. Jhs. n. Chr. Das DFG geförderte Projekt umfasste Flächengrabungen auf über 8.000 m².

Mit mehr als dreißig Grubenhäusern sowie einem ersten Langhaus mit angeschlossenen Grubenhäusern, Rennfeueröfen und reichhaltigem Fundmaterial (Fibeln) wurde eine gewaltige Menge an Fundmaterial zu Tage gefördert.

Die Fundstücke wurden in langjähriger Zusammenarbeit mit der Projektleitung zeichnerisch dokumentiert.

 


Auftraggeber
Prof. Dr. Karl-Heinz Willroth, Seminar für Ur- und Frühgeschichte, Georg-August-Universität Göttingen;
Prof. Dr. Hans-Jörg Nüsse, Institut für Prähistorische Archäologie, Freie Universität Berlin

Status
Bearbeitung: A. Karlsen, laufendes Projekt bis 2017

Publiziert in
H.-J. Nüsse, Geomagnetische Prospektion und archäologische Untersuchungen bei den „Fürstengräbern“ von Marwedel, Ldkr. Lüchow-Dannenberg. Praehistorische Zeitschrift 82, 2007, 85–113.
J. Opitz, Die Keramik der Römischen Kaiserzeit der Siedlung Hitzacker-Marwedel, Lkr. Lüchow-Dannenberg, am Beispiel der Grubenhäuser 23 und 48. In: „Landschaft, Besiedlung und Siedlung“. Archäologische Studien im nordeuropäischen Kontext. Festschrift Karl-Heinz Willroth. Göttinger Schriften 33 [= Schriftenreihe des Heimatkundlichen Arbeitskreises Lüchow-Dannenberg 20] (Neumünster 2013) 201-208.
H.-J. Nüsse, DFG-Projekt "Herrenhöfe bei Prunkgräbern der römischen Kaiserzeit in Hitzacker-Marwedel" - Ergebnisse und Perspektiven. In: Vom Nil bis an die Elbe; Forschungen aus fünf Jahrzehnten am Institut für Prähistorische Archäologie der Freien Universität Berlin. Internationale Archäologie. Studia honoraria 36 (Leidorf 2014) 211-220.

Zeichenstil

Um die Mengen an Fundmaterial zu beherrschen (bis heute ca. 1200 Zeichnungen) wurde ein schlichter technischer Zeichenstil vorgegeben mit dem Ziel eines hohen Maßes an Effektivität.

Auf die strukturelle Darstellung der Bruchkanten wurde verzichtet. Diese wurden wie auch evtl. auftretende Schlickerungen auf den Gefäßen nachträglich digital eingefügt.

Die Vielzahl der verschiedenen Verzierungsarten wurde mit großer Akribie umgesetzt.