Digitalisierung des Gulatempels aus Isin
 
Im Rahmen der Aufarbeitung einer Altgrabung in Isin/Irak (1973-1989) durch das Institut für Vorderasiatische Archäologie der Universität München konnte durch Archäologische Illustrationen eine Digitalisierung und Entzerrung der Planaufnahme einer Tempelarchitektur ausgeführt werden. Die Stadt Isin heißt heute Isan el-Bahriyat und liegt 200 km südsüdöstlich der irakischen Hauptstadt Bagdad.

Die altmesopotamische Stadt war zu Beginn des 2. Jt. die Hauptstadt der Amurriter. In der Kassitenzeit war sie Hauptkultort der Heilgöttin Gula. Der hier umgesetzte Tempel der Stadtgöttin Gula war das bedeutendste Bauwerk von Isin. Es handelt sich um ein 60 x 50 m großes Gebäude und einen dazu gehörigen Tempelbezirk, welche ursprünglich von einer Temenosmauer umgeben waren. Der Tempel konnte bis in die Zeit um 3000 v. Chr. zurückverfolgt werden.
 
 

Auftraggeber
Dr. Kai Kaniuth, Department für Kulturwissenschaften und Altertumskunde, Institut für Vorderasiatische Archäologie, Universität München

Status
Bearbeitung: A. Karlsen, Projekt 1 2015 fertig gestellt, Projekt 2 2016 fertig gestellt

Umsetzung


Grundlage war ein Tempelgrundriss, bestehend aus einer Lehmziegel- architektur, der mit Hilfe von Grafikprogrammen und Grafik-Tablett digital umgezeichnet wurde.

Ein weiterer Layer beinhaltet das Koordinatengitter mit Messdaten, welches für eine Weiterbearbeitung unverzichtbar ist.