Neolithische Funde aus Brandenburg

Bei der zeichnerischen Dokumentation von Steingeräten (Flint, Silex) besteht die Herausforderung darin, dass man als Zeichner wissen muss, wie der Stein bearbeitet wurde. Man spricht von sogenannten „Schlagmerkmalen“, die es zu erkennen gilt. Kennzeichnend sind der Auftreffpunkt (Schlagpunkt) auf dem Schlagflächenrest und die davon ausgehenden primären Schlagmerkmale: Durch die im Gestein absorbierte Energie entsteht auf der Ventralfläche ein Schlagbuckel (Bulbus). Durch die Bruchausbreitung entstehen konzentrische Schlagwellen (Wallner-Linien) und vom Bruch wegführende Radialstrahlen.

Weiterhin spielt die Ausrichtung beim Fundzeichnen eine wesentliche Rolle, dafür muss zuerst geklärt werden, ob es sich um eine Klinge, einen Kratzer, eine Pfeilspitze, einen Bohrer, einen Kernstein oder Ähnliches handelt.

Für die Kreisarchäologie Teltow-Fläming erfolgte die zeichnerische Aufnahme von ca. 130 neolithischen Scherben bzw. Keramikfragmenten und Silexfunden.


AUFTRAGGEBER
Dr. St. Pratsch, Kreisarchäologie Teltow-Fläming, Brandenburg

STATUS
Bearbeitung: A. Karlsen, 2017 beendet

ZEICHENSTIL

Bei der Umsetzung der Steinobjekte lag das Augenmerk auf einer korrekten Wiedergabe von Herstellungsspuren und Schlagmerkmalen, wie Wallnerlinien und Schlagbulbus.